31. Schloss Georgium, Georgengarten und Beckerbruch, Dessau-Roßlau

Die Gestalter des Georgengartens schufen am Ende des 18. Jahrhunderts, inspiriert von Reisen nach England und Italien, einen Park im englischen Stil. Das Prinzip des allmählichen Übergangs vom kunstvoll angelegten Landschaftsgarten in die natürliche Landschaft ist in der Anlage eindrucksvoll nachvollziehbar. Neben der künstlichen Ruine der "Wallwitzburg" und dem Elbpavillon gehören das Ende des 19. Jahrhunderts angelegte Mausoleum und das Schloss Georgium zu den prägenden Bauten der Anlage. Zahlreiche kleine architektonische Elemente, Sitze und Skulpturen bilden wichtige Orientierungspunkte und beleben die Gartenbereiche. Die Anlage gehört zum UNESCO-Welterbe Gartenreich Dessau-Wörlitz.

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Das Ensemble, bestehend aus Schloss Georgium, den Gärten rund um das Schloss (Georgengarten), das naturnahe Wald- und Sumpfgebiet „Beckerbruch“ und die Auenwiesen an der Elbe. Das Ensemble ist der zweitgrößte Landschaftspark im Dessau-Wörlitzer Gartenreich (der größte ist der Wörlitzer Park).

Der Platz, wo die verschiedenen Parkbereiche aufeinandertreffen, werden von dem „Roten Bogen“ (auch „Holländischer Bogen“ genannt) und dem „Weißen Bogen“ (auch „Römischer Bogen“ genannt) markiert. Errichtet um die Aufmerksamkeit der Besucher zu erregen und die Sichtachsen einzurahmen, betonen sie das fortschrittliche gestalterische Grundprinzip des Gartenreichs. Zahlreiche kleine architektonische Elemente, Sitze und Skulpturen bilden weitere wichtige Orientierungspunkte und beleben die Gartenbereiche. Der Park wurde nach Johann Georg von Anhalt-Dessau, dem jüngeren Bruder des Regenten Prinz Friedrich Franz, benannt.

1780  beauftragte er die Meistergärtner Johann Georg Schoch und Johann Friedrich Eyserbeck, einen Landschaftspark im englischen Stil anzulegen, der für die Allgemeinheit zugänglich sein sollte. Das früh-klassizistische Herrenhaus (Schloss Georgium), das Blumengartenhaus, die Orangerie- Gebäude und das Fremdenhaus wurden anschließend nach Plänen von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff erbaut. Im 19. und 20. Jahrhundert begann die Stadt in den Park einzudringen und die einstigen, allmählichen Übergänge in die Landschaft zu verwischen.

In den 1950er Jahren wurde damit begonnen, die Wiesen wieder zu erschließen. Die Arbeit an diesem Projekt wurde in den 1980er und 1990er Jahren fortgesetzt. Diese Bemühungen wurden ergänzt durch die Wiederherstellung der Sichtachsen, der historischen Wege und der markanten Parkarchitektur. 1988 wurde der Park in das Biosphärenreservat „Flusslandschaft Mittlere Elbe“ aufgenommen und im Jahr 2000 wurde er als Teil des Gartenreichs Dessau-Wörlitz UNESCO- Welterbe.


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